Story

PDFDruckenE-Mail

 

 

 

Rahmenstory für SUPPEDO 2

 

Copyright: Wilson, Schranzkopp, Hansaharry -  2011

 

 

Prolog:

 

Der Morgen des 24. Juni 2010 dämmerte im beschaulichen Dorf La Primitivé......

Prof. Dr. Michail Levi Vodkovitch erwachte aus einem unruhigen Schlaf. Am Vortag war er von seinen „Gastgebern“ der OIF Ltd. entlassen  und wieder nach La Primitive gebracht worden. Das Dorf war in einem desolaten Zustand. Als Vodkovitch sein verwüstetes Labor aufräumte fand er unter seinem Schreibtisch „Weisnich“ den Teddybären von Louis deFracture-Petit. Was hatte Louis währen Vodkovitchs Abwesendheit im Labor gemacht? Es fehlten ebenfalls ein paar starke Aufputschmittel so wie einige Hormonpillen.

Vodkovitch bekam ein ungutes Gefühl und checkte die Anlagen im Labor gründlich durch. Nach dem einloggen in seinen Laptop wurde Prof. Dr. Michail Levi Vodcovitch kreidebleich. Irgendjemand hatte das Projekt “Supergurke“ gestartet! Dieses Projekt war eigentlich nur ein Nebenprodukt seiner Forschungen bezüglich der Zucht spezieller Gurken welche um ein vielfaches Leistungsfähiger als die bisherigen Gurken sein sollten. Das Projekt war sehr gefährlich, zumal es nun schon einen Monat unkontrolliert lief. Vodkovitch verfluchte seine  Entscheidung ein vollautomatisches Labor eingerichtet zu haben.

Als er sich einen Überblick über die Daten verschaffte und wusste was kommen würde griff er ruhig in seine Schreibtischschublade und zog eine Flasche seines Kartoffelelexiers hervor. Er war sich bewusst, dass er die Ereignisse nicht mehr stoppen konnte. Wo auch immer sich die vom Professor genetisch veränderten Gurken befanden, die zum Zeitpunkt der Auslösung des Projektes in einem Umkreis von 8 km von seinem Labor wuchsen, sie waren von der Mutation betroffen. Noch wichtiger jedoch war die Tatsache, dass auch Gurken betroffen waren, die während der Auseinandersetzungen zwischen der OIF Ltd. und der Lightning Corp. von Wissenschaftlern zu Forschungszwecken in verschiedene Länder versendet wurden.

In den letzten 2 Minuten vor der entscheidenden Reaktionsphase musste Dr. Michail Levi Vodkovitch doch schmunzeln: Er, der immer für Frieden und Versöhnung eingetreten war, war nun verantwortlich dafür, das die Welt so wie wir sie kannten aufhörte zu existieren…

 

…dann wurde alles grün.

 

 Sommer 2010:

Die Energiekrise schien ihrem Ende entgegen zu gehen. Sowohl die OIF Ltd. als auch die Lightning Corp. warben kräftig mit neuen Energielösungen. Die Probleme schienen in kurzer Zeit beseitigt zu sein, viel schneller als selbst Optimisten geahnt hatten. Gerade als die Menscheit wieder die Hoffnung hatte, das alles in die alten Bahnen gelenkt werden würde geschah das unfassbare.

An diversen Orten auf der Welt kam es in verschiedenen Labors nahezu zeitgleich zum Austritt grünlich schimmernden Giftwolken, welche sich rasch verbreiteten und alles Leben in ihrem Wirkungsbereich auslöschten oder aber veränderten. Die einzelnen, mehr oder weniger, noch um Einfluss ringenden Großmächte gingen zunächst von Angriffen ihrer jeweiligen „Feinde“ aus. Die Ereignisse eskalierten und schnell, zu schnell wurden diverse Nukleare Langstreckenraketen gestartet…

 

 

Am Vorabend der Katastrophe......

 

 

 

Winter 2010/ 2011:

Die Welt hatte sich grundlegend verändert.

Die Gründe für die Verwüstungen welche ca. 4 Milliarden Menschen nicht überlebten  kamen langsam ans Licht: Genmanipulierte Gurken, welche als Energieträger die Lösung für die Energiekrise darstellten begannen zu mutieren und schließlich instabil zu werden und sich in eine Art von Gaswolken verwandelten, welche durch die sog. G-Strahlung sich ungünstig auf die Umwelt auswirkten.

Die Gurken wurden in Belgien von einem weltbekannten Wissenschaftler gezüchtet und als Patentlösung für die Energiekrise vermarktet.Vom verantwortlichen Wissenschaftler lebst fehlt noch jede Spur.

Aus Insiderkreisen wurde bekannt das es sich hierbei angeblich um einen perfiden Plan der F.A.P.E.L. Organisation handelte die Weltherrschaft an sich zu reißen.

Das Glück im Unglück für die Bevölkerung, der Tier – und Pflanzenwelt der Erde war der Umstand, dass eine sog. „Progessiver Neutralisationsprozess (PNP)“ zwischen dem G-Gas und der Gamma-Strahlung eintrat, der dafür sorgte, dass es Gebiete gab, in denen entweder das Gas dominierte oder in anderen Gebieten die Strahlung vorherrschte oder eben der PNP-Zustand die Gefahrenquellen unschädlich machte.

Die Welt entging somit, wenn auch nur knapp, einer völligen Vernichtung.

Allerdings versanken viele Staaten in ein Chaos und die Machtverhältnisse wandelten sich. Die OIF Ltd. und die Lightning Corp. sind nun die unbestrittenen Machtfaktoren in der Welt. Zum einen, wenn auch fragwürdig, aus moralischer Sicht, da sie größeres Übel verhindern konnten und zum anderen als Garanten für Stabilität, welche sie mittels ihrer Technologie und Einflusses einigermaßen sicherstellen können.

Führende Persönlichkeiten der beiden Energiekontrahenten wurden zwischenzeitlich entweder Opfer (und auch Täter) interner Machtspiele, wurden entlassen, degradiert, versetzt, hochgelobt, nahmen ihren Hut oder wurden selbst zum Ziel von Anschlägen oder kamen durch die Verseuchung, bzw. Verstrahlung der Erde um.

Jüngstes Beispiel: Der Aufstieg eines gewissen Colonel Bobby Brown zum leitenden Sicherheitschef der Ligthning Corp. Mehr zu dieser Person, seinem Lebenslauf und werdegang, an anderer Stelle.

Ebenfalls zur Ligthning Corp. dessertierte ....äh....wechselte Hanibal Karthago, der ehemalige persönliche Sicherheitschef vom Leiter der Sicherheitsdienste der OIF Ltd, Molko Duriam.

Die meisten Staaten existieren zwar nominell noch, allerdings stehen sie massiv unter dem Einfluss der Konzerne.Die bewohnbaren Gebiete, die dem PNP-Zustand ausgesetzt sind, verteilen sich scheinbar willkürlich über den Erdball, durchtrennt von Zonen in denen das G-Gas oder die Strahlung vorherrschen, welchen für ein lebensfeindliches Klima und seltsame Mutationen sorgen. Auch Menschen die in den betreffenden Zonen zunächst überlebten mutierten mit der Zeit zu recht seltsamen teilweise sogar friedlichen Lebensformen.

Die sogenannten Gurkenmutanten stellen die Wissenschaft und die noch nicht verseuchte Bevölkerung allerdings vor einige Rätsel.

 

Die Story:

Es war der 3. Februar 2011, ein kalter Freitagnachmittag in Maastricht.

Aufgrund der Wettervorhersage wurde in einigen Schule kein Unterricht erteilt, ebenso gab es zur Zeit keine geregelte Arbeit bei der Müllverbrennung, beim Haus – und Wegebau und in der Landwirtschaft.

Die Gründe waren zum einen ein drohender Durchzug von sog. G-Gas und zum anderen fehlender, unbelasteter Müll, der nun in der kalten Jahreszeit in den Tonnen und Öfen zum Heizen benötigt wurde, sowie die ungünstige Witterung. Einzig das „Kollektiv für Wertstoffsammlung“ hatte mit der Trennung von „Brauchbarem“ und „Nicht-Brauchbarem“ einiges zu tun. Angesichts der dort teilweise unterschiedlich stark ionisierenden Materialien war die Arbeit nicht jedermanns Sache. Die Menschen hatten sich an den Zustand mehr recht als schlecht gewöhnt, dennoch suchten einige Leute nach Abwechslung inmitten von Lethargie und Trostlosigkeit, so auch Okke, Ines, Fabian, Lars und Cilly.

Okke traf sich mit Ines, Fabian, Lars und Cilly in der Boschstraat vor den Resten der Minckeleersstatue, von wo sie nach kurzer Begrüssung in ein nahegelegenes, nicht-kontaminiertes „Cafe“ gingen. Dort, - bei warmem Hagebutten -  und Holundersaft, Bucheckern-Zichorien-Ersatz-„Kaffee“, Maisbrot und Apfelmus - , entstand der Plan in nördlicher Richtung ein Gelände zu erkunden, von dem es allerlei Wunderliches zu berichten gab, sollten die spärlichen und widersprüchlichen Aussagen zutreffen. Die Neugierde war gross und die Zeit galt es zu nutzen.........

In der Zwischenzeit berichtete die Regionale Tageszeitung "Der Talbote" folgendes:

http://tinyurl.com/5stxyzn

Alles nötige an Ausrüstung wurde zusammengetragen, so dass die Erkundung von „Area Vy“ beginnen konnte. Einen Tag später, es war mittlerweile der 6. Februar 2011, waren sie vor einem grossen Metallgittertor angekommen, die Warnschilder waren teilweise unleserlich, andere mit krakeliger Schrift, beinahe drohend und notdürftig erneuert...............

 

Eine der letzten Aufnahmen von Ines.............

 

Ein leichter Wind bewegte die Bäume hin und her. Ein stechender, vordringlich nach „Elektrizität“ und „Gurkensalat“ erinnernder Geruch erregte für wenige Minuten die Aufmerksamkeit der Besucher.

Fabian und Lars schauten in die Runde, Okke schluckte, Ines fröstelte, Cilly ballte ihre linke Faust in ihrer lädierten Winterjacke, die rechte Hand umklammerte eine kleine Videokamera..........

„OK, gehen wir“, sagte Okke, die Gruppe durchschritt die ersten hundert Meter durch das Gelände........., Cilly betätigte die Kamera.........

>>> 

Die Gruppe ging durch das Waldstück, dabei bemerkten sie nicht, dass sie beobachtet wurden. Ines schaute kurz um sich, da sie für einen kurzen Moment glaubte etwas gehört zu haben, doch alles schien ruhig........

Fabian durchstöberte abseits des Weges die nähere Umgebung, dabei näherte er sich einer Lichtung, in der die Überreste einer Hütte stand, aus der ein seltsamer Geruch herüber wehte. Fabian näherte sich vorsichtig der Ruine, ebenso Cilly, die mit Fabian befreundet ist. Die Besucher erkannten, dass es sich hier um ein Labor gehandelt haben muss, denn entsprechende Objekte lagen teils intakt, teils zerstört, in und um das ehemalige Gebäude herum. Neugierig durchstöberten Cilly und Fabian die Anlage.

Zwischenzeitlich umrundeten Lars und Ines den nahegelegenen Teich und Okke studierte eine Karte.........

Unbemerkt näherte sich aus dem Gebüsch etwas ................

>>>

 

...........Ganz langsam krochen, einer Winde nicht unähnlich, zwei grüne Tentakel aus dem Gebüsch in Richtung Okke.

Dort angekommen umschlang einer den rechten Fuss, Okke schaute nach unten, aber da wurde er schon von einem anderen Tentakel an der Schulter erfasst und zu Boden gezerrt. Okke begriff den Ernst der Lage erst als er ins Gebüsch gezerrt wurde...............

Er versuchte noch laut HILFE zu rufen, aber dann war es auch schon zu spät................., schmatzend machten sich 3 „Gebilde“ über Okke her..............

„Hat da nicht gerade Okke gerufen ? sagte Cilly zu Fabian. „Lass uns wieder auf den Weg gehen, Okke wird sicher langsam ungeduldig“ sagte Cilly. „OK“, wir können ja später noch mal zur Ruine“ sagte Fabian. So gingen die beiden zurück zum Weg.

Dort angekommen war von Okke nichts zu sehen. Fabian bemerkte eine Schleifspur, die ins Gebüsch führte........................Cilly und Fabian folgten der Spur..............und entdeckten zunächst nur einige Kleidungsstücke von Okke.

Cilly und Fabian wollten zunächst ihren Ahnungen keinen glauben schenken, doch wenige Meter weiter gefroren ihre Ahnungen zur schrecklichen Wahrheit..................

Erschrocken und mit ungläubigem Erstaunen sahen sie 2 „Gebilde“, die an Händen und Beinen von Okke fressend herumzerrten. ................

Geschockt versuchte Cilly dennoch mit ihrer Kamera einige Aufnahmen zu machen..... 

Entsetzt wendeten sie sich vom Geschehen ab und wollten zum Weg, als Cilly von etwas an der Hüfte umschlungen wurde und auf den Boden fiel, dabei wurde die Kamera seitlich weggeschleudert.

Fabian versuchte , um Hilfe schreiend, Cilly aus dem Tentakel zu befreien, aber alle Anstrengungen halfen nichts. Mit einem auf dem Boden liegender Ast versuchte Fabian mit voller Wucht auf den Tentakel einzuschlagen, aber der Ast zerbrach und ein weiteres „Gebilde“ kroch auf Fabian zu ...............

Minuten später hallten laute Schreie gällende durch den Wald, die Ines und Lars hörten.............

Verwundert schauten sie sich an und rannten in die Richtung der langsam verstummenden Schreie..............

 >>>

Am Ort des grausigen Geschehens angekommen, fanden sie lediglich diverse blutige Kleidungsstücke und eine Kamera, Cillys Kamera.

Von den „Gebilden“ war nur noch einer in der Nähe, der wie berauscht am linken Fuss von Fabian herumzerrte. Die anderen beiden „Gebilde“ krochen langsam in das Unterholz, in ihren Fangarmen Teile von Fabian und Cilly.

Ines nahm die Kamera an sich und machte weitere Fotos und Videosequenzen, Lars drängte zur Flucht...........

Plötzlich hallten Schüsse, mehrere Salven trafen das noch fressende „Gebilde“, dass sogleich wie ein mit Wasser gefüllter Luftballon zerplatzte und in sich zusammensackte.

Doch statt Wasser quoll zäher, grüner Schleim aus dem getroffenen Gebilde und die Fangarme zogen sich zusammen.

Erschrocken drehte sich Ines und Lars um und starrten auf seltsame Gestalten.

Sie waren jeweils mit einem weisen Overall bekleidet, teilweise waren auf ihrem Kopf Kameras montiert,  ihre Köpfe waren mit Mullbinden umwickelt, die Augen waren mit Sonnenbrillen bedeckt, am Körper waren Schläuche und Kabel zu sehen.

Jeder trug jeweils eine Waffe.

Im  Z e i t l u p e n t e m p o  (!) bewegten sich die „Mutanten“ auf Ines und Lars zu......

>>>

.......Immer näher aber ohne sichtliche Regungen gegenüber Ines und Lars bewegten sich die Gestalten näher und näher..........den Blick gerade aus.

Lars spürte Panik in seinem Körper und ging in Deckung, Ines versuchte beschwichtigend auf die Gestalten einzureden, doch sie reagierten nicht.

Roboterhaft gingen sie ihren Weg, langsam und .........sofern sich hinter den Brillen Augen verbergen, mit einem Blick, der durch Ines hindurchzugehen schien.

„Komm in Deckung rief Lars der Ines zu“, doch aus welchem Grund auch immer, griff Ines einer der Gestalten von Hinten an und riss an einem der Schläuche, der platzte und eine grünlich-gelb leuchtende Flüssigkeit herausspritzte.................auch auf Ines.................

die darauf  zu Boden sank und leblos liegen blieb............

Der „Mutant“ sank ebenfalls zu Boden, worauf hin die anderen Gestalten sich umdrehten und den betroffenen Mutanten mit einem Gerät verbanden und betroffene Schläuche reparierten, so dass der „Mutant“ wenige Minuten später augenscheinlich wieder funktionstüchtig war.

Ines wurde von den Gestalten aufgehoben und weggetragen...........

Lars entdeckte, dass die Gestalten die Kamera nicht beachteten und holte sich die Kamera.

Lars begriff langsam, dass er allem Anschein nach der einzigste Überlebende der Gruppe ist.

Er überlegte nicht lange und rannte, so schnell er konnte und das Gelände es ermöglichte, in Richtung Geländezaun.

Nach einer halben Stunde war er ausserhalb dieses mysteriösen Geländes.

Erschöpft, mit zerschlissener Kleidung, geschockt und nach Hilfe suchend, stand er an der Strasse und hoffte dass ein Auto stoppte...........

Nach 2 Stunden des Wartens und Bangens hatte er Glück.

Dem Fahrer sagte er nichts.

Gegen 21 Uhr, des 09.01.2011 war er wieder in Masstricht.

Am nächsten Tag durchwühlte Lars das Archiv der Stadt nach bestimmten Informationen.....

Dazu muss gesagt werden, dass das Archiv mittlerweile für jeden Einwohner zugänglich war und sich in einem bedauernswerten Zustand befand.

Wochen später, es war mittlerweile der 20.02.2011, öffnete Louis deFracture-Petit seine Wohnungstür um sich nach dem Fremden zu erkunden, der an seiner Behausung klopfte.

Louis deFracture-Petit war seit wenigen Monaten wieder aus der Anstalt draussen, er wurde, den Umständen entsprechend, als „geheilt“ entlassen und arbeitete zwischenzeitlich bei der Müllentsorgung, die ihm sehr viel Freude bereitete.

Als Louis die Tür öffnete, trat ihm eine ihm unbekannte Person entgegen.

Die Person hatte eine Aktenmappe und eine Kamera in den Händen................

 

  

 Ein Foto aus den Akten zum Fall "SUPPEDO", vermutlich ist hier ein Prototyp eines Mutanten und eine Supergurke abgebildet.

Was weis Louis über die Begebenheiten im "Wald des Schreckens" ?

>>>

Es war Lars, der die etwas exzentrisch eingerichtete „Wohnung“ von Louis betrat.

Lars erkannte schnell, dass Louis für sein Alter .........na ja........geistig etwas zurückgeblieben war aber dennoch beim durchlesen der Unterlagen, der Ansicht von Fotos und den Videoaufzeichnungen sehr mitteilsam war und Details wusste, die plausibel und für Lars erhellende Einblicke in seltsame Vorgänge eröffnete.

Lars empfand die ganzen Vorkommnisse mittlerweile als unheimlich, unglaublich, unfassbar und skandalös. Er hatte das Gefühl, dass die ganze Angelegenheit über seinen Kopf wuchs.

Mehrmals noch besuchte Lars nach erledigter Arbeit Louis in seiner Wohnung.

Allerdings........... blieben diese Besuchsaktivitäten einem gewissen Personenkreis trotz widriger Verhältnisse nicht verborgen........... einzelne Personen begannen sich für Lars und Louis verdeckt aber hartnäckig zu interessieren...........

 

Frühjahr 2011:

Die verbliebene Menschheit begann sich auf den Ruinen der Alten Welt eine neue Zukunft aufzubauen.

In den weniger stark betroffenen Gebieten war dies einfacher als in den Randgebieten der verseuchten Zonen. Die Bundesrepublik Deutschland bestand z.B. aus einem Flickenteppich bewohnbarer Gebiete und verseuchter Zonen, die ca. 70% des Staatsgebietes ausmachten. In den einzelnen Enklaven des bewohnbaren Territoriums entwickelten sich relativ schnell altbekannte Strukturen, die aber beschützt werden mussten, da ständig Gefahren aus den verseuchten Zonen sowie Umtriebe diverser Organisationen drohten. Das Chaos nach den Ereignissen des vorangegangenen Sommers begünstigte naturgemäß das Entstehen krimineller Organisationen, des Schwarzhandels und der Halbwelt generell. Einzig die Büros der OIF Ltd. und Lightning Corp. konnten in den meisten Gebieten eine gewisse Sicherheit herstellen. So gelangten einige Zonen unter die Vorherrschaft der OIF Ltd., andere wiederum unter den Einfluss der Lightning Corp.

Nur in wenigen Gebieten konnte sich die alte Staatsmacht durchsetzen.

Im restlichen Europa sah es ähnlich aus. Einzig in denjenigen Staaten, die naturgemäß schon vor der Katastrophe unter dem Einfluss eines der Unternehmen standen, änderte sich politisch recht wenig.

Die UNO ist nach wie vor einerseits indirekt abhängig von den Unternehmen, andererseits aber auch die einzige Organisation welche ein gewisses Maß an Neutralität wahrt und Frieden unter den einzelnen Parteien sicherstellt.

 

 

>>>

 

Die Tage gingen ins Land ........

Während die Lightning Corp. schon seit vielen Wochen mit Herrn „Colonel“ Bobby Brown einen neuen leitenden Sicherheitschef präsentieren konnte, kristallisierte sich die Personalentscheidung bei der OIF Ltd. erst vor wenigen Wochen heraus.

Mit Herrn Magyar "Oilskull" Nemet Musalman wird die OIF Ltd. einen neuen leitenden Sicherheitschef haben.

 

Noch undurchsichtig gestaltet sich die Führungs – und Personalfrage bei der sog. Untergrundorganisation F.A.P.E.L.

Der Führer dieser Organisation, von dem nur der Spitzname „Kranker Irrer“ bekannt ist, soll sich nach unbestätigten Informationen weiterhin im Untergrund befinden und ist bemüht die F.A.P.E.L. zu reaktivieren, die Personalstärke seinen und den Zielen der Organisation anzugleichen.

Bis zum heutigen Tag fehlt von Frau Chantall Blanchet, einer Geliebten vom „Kranken Irren“,  jede Spur.....

 

Lars (Lars Van Geenk, so sein voller Name) brütete über den Akten und Aufzeichnungen die im Zusammenhang zu den jetzigen und vergangenen Geschehnissen  in der Region „Valley“ stehen. Aus seinem noch funktionstüchtigen CD-Player erklangen die hypnotisierenden Klänge von „Rubycon 1“ einem Stück der bekannten Gruppe „Tangerine Dream“.

Die CD lag zufällig auch in den Räumen des Archivs.

Unter den vielen Akten und Loseblattsammlungen aus dem Archiv, befand sich auch ein Schuhkarton, mit Paketklebeband zusammengehalten und der irritierenden Aufschrift EBOLAVIRUS............., der auf den Boden fiel....

Elektrisiert betrachtete Lars den Schuhkarton, nahm ein Küchenmesser und öffnete den Karton vorsichtig.........

Bekannte und unbekannte Aufzeichnungen befanden sich nach Sichtung des Inhalts im Karton, unter anderem ein unverständlicher Text, daher wusste er zunächst nicht ob und wie wichtig der Inhalt ist.:................

 

 

71WZ0  0N1G5  8F000  T0700  81D00

HC71H  C000H  C74K8  7W00T  OT000

T2760  00100  1G7T4  5HHC7  T0001

071WA  20000  71WZ0  0N178  3WTN1

00041  N343C  00Y22  3200N  W3820 

 0T070  015O5  45C00  85YG5  M00T1

 M1N00  N5M45  09M00  T0700  83K45

T0000

T0000

 

 Eine Tages  fuhr  ein mit zwei Personen besetztes, auffallend grosses und schwarzes Auto entlang der Strasse in der Lars wohnte. Die zwei Männer stoppten am Wohnort von Lars und stiegen aus...............Minuten später stiegen sie mit Lars in das Auto ein und fuhren weiter zur Behausung von Louis. Auch er wurde kurze Zeit später in das Auto begleitet.

 Bei späteren Auswertungen der Fotos, die von einem Observierungsteam gemacht wurden, konnten die beiden Personen, die das schwarze Fahrzeug fuhren, anhand eines Datenabgleichs nahezu zweifelsfrei ermittelt werden..............

 

 

 

Tage waren vergangen, in denen Lars und Louis an einen unbekannten Ort gefahren wurden.

Sie wurden verpflegt, wurden den Umständen entsprechend soweit gut behandelt und nicht körperlich bedroht. Lediglich das Haus oder was es sonst sein sollte, konnten sie nicht verlassen.

Die anderen Personen waren Lars unbekannt, keine Person kannte er.

Louis dagegen murmelte immer was von „FAPEL“.

Offensichtlich erkannte er trotz seiner etwas „anderen Wahrnehmung“ an Stimme und Gesicht einzelne Personen ohne diese jedoch mit ihrem jeweiligen Namen anzusprechen.

An einem Sonntagmorgen wurde Lars in einen Raum gerufen in der zu seiner Überraschung Ines an einer alten Schreibmaschine tippte.

Das Erstaunen war auf beiden Seiten gross und Ines und Lars erzählten von ihren bisherigen Erlebnissen. Neugierig hörte Lars den Erzählungen von Ines zu, die er zuletzt zusammen mit den seltsam bekleideten Gestalten, den sog. „Mutanten“, im Wald verschwinden sah.

Ines berichtete, dass die Gestalten sie  l a n g s a m  aber sicher in einen Erdbunker brachte, in der sie sich nun gerade befinden.

Auch bestätigte Ines die Äusserungen von Louis, dass es sich bei den Personen um eine Splittergruppe der F.A.P.E.L. handeln würde, die versuchten die Gestalten für ihre Zwecke nutzbar zu machen. Lediglich ein Programmierfehler oder was auch immer, hindert die „Mutanten“ schnellere Bewegungen zu machen.

Durch die Studien der Dokumente und den Aussagen von Ines wurde nun für Lars einiges erklärbarer.

Doch warum wurde Ines nicht nach Maastricht gebracht und warum wurde Lars und Louis in dieses Untergrundversteck gebracht ?

Wussten sie zuviel ?

Könnten gutgemeinte Nachforschungen den Zielen der FAPEL gefährlich werden ?

Von den FAPEL – Mitgliedern erfuhren sie lediglich dass ihr Verbleib bei der FAPEL sicherer wäre als in den Händen der sehr selbstsicher auftretenden Lightning Corp. oder gar der OIF Ltd. , was in gewisser weise einleuchtete.

So konnte die FAPEL vom gesammelten Wissen Ines, Lars und Louis profitieren und konnten sicher sein dass ihr Versteck nicht verraten wurde. Andererseits waren so die drei „Mitwisser“ durch die Spione der beiden Energiegiganten zunächst einmal sicher.

Sie waren sozusagen in einem „goldenen Käfig“ und ganz wichtig: Lars und Ines waren wieder zusammen.

 

Ab und zu konnten die Anwesenden in ihrem Versteck auch aktuelles aus der mehr schlecht als recht funktionierenden Presse erfahren, wichtiges und unwichtiges.

Relativ wichtig war die Erklärung seitens der OIF, dass der Wechsel von Hanibal Karthago zur Ligthning Corp. nur eine geschickte PR – Aktion war um gewisse Personen im Führungstab der Ligthning Corp. zu provozieren. Hanibal Karthago ist natürlich weiterhin bei der OIF Ltd, mehr noch, er ist einer der Vertrauten vom neuen Sicherheitschef der OIF Ltd,

Magyar "Oilskull" Nemet Musalman

Zur Zeit scheint es, dass der neue Sicherheitschef besonders im Bereich der Personalgewinnung und Resourcengewinnung von potentiellen Interessenten für den Sicherheitsbereich der OIF Ltd. , an massiven Anwerbeaktionen nicht mangeln lässt.

Selbst banal aussehende Wettbewerbe wie der „Germany`s Next Top Bäckereifachverkäuferin“ Contest müssen für die Anwerbeaktion herhalten.

In der Führungsspitze der FAPEL gibt das genügend Anlass zu Spekulationen.......

 

 

 

 

Hier ein Flyer des Wettbewerbs............. ankreuzen und absenden......

 

 

 

Weit weg vom Maastricht, in einem Beduinenzelt, diskutierte eine Person mit Vertrauensleuten über eine Aktion gegen führende Mitglieder der OIF Ltd...............

Mit gestenreichen Handbewegungen verdeutlichte die Person den Anwesenden seine Absichten...........

 

Eines Tages nahte die Gunst der Stunde und Ines, Louis und Lars flüchteten aus dem Versteck der F.A.P.E.L.

Bei dieser Gelegenheit entwendeten sie auch einige Unterlagen, die die Angehörigen der FAPEL in ihrer Selbstsicherheit an verschiedenen Stellen deponierten.

Stunden später, als das Trio in der Nähe von Genk, in den Mauern eines ehemaligen Bergwerks, einstweilige Zuflucht gefunden hatte, schauten sie sich die Unterlagen genauer an.

Dabei entdeckten sie ein Dokument mit unverständlichem aber scheinbar bedeutendem Inhalt:

 

*

 

Uniform November Oskar

Uniform November Oskar

Uniform November Oskar

Uniform November Oskar 

Uniform November Oskar

Uniform November Oskar  ........

 

Group 26   Group 26 ...

 

Message  Message  ....

 

52849  83078  431U9  89738  48307

34958  97083  66378  32484  00784

31U98  97384  830U9  61227  48483

0U9T8  39349  58900  W4370  6U830

52849  807U2  835U3  58909  8968T

45T00

 

Repeat  Repeat ...

 

52849  83078  .... usw....

 

End of Transmission

 

*

 

In Folge entdeckten sie weitere Dokumente mit Hinweisen und detailreichen Skizzen zu diesen seltsamen „Robotern“, „Mutanten“ , was auch immer ......

So wird beschrieben dass bestimmte Gurken benötigt werden um diese Gestalten in einem schnelleren Modus laufen zu lassen und dass es zudem weitere, geheime  Verwendungsmöglichkeiten dieser „Kreaturen“ gibt......

Von draussen, genauer gesagt über dem Gebäude, dröhnte immer lauter das Rotorengeräusch eines Hubschraubers...........Lars, Louis und Ines mussten erneut das Versteck verlassen..........um ein neues zu finden......

 

Tausende Kilometer entfernt von Mostricht äh... Maastricht, in einem Beduinenzelt,  lutschte Scheich Ibrahim Barak Ben Uwe Ibn Salad El Salam Al Jalla Ben Raschid Al Aleikum ................. (soll der nicht längst tot sein ???) ....................... an einer geschälten Banane.

Ihm gegenüber kauerte auf dem sandigen Teppich sein alter Freund und „Spiritus Sanktus“ ...oder so..... Chief Kaiser Dallewingo Mutanzeni, der auch an was lutschte.......

Mangofruchteis war die erste Wahl...........die Sonne brannte und die Ventilatoren rotierten .

„Dallewingo, mein Freund“, sprach der Scheich, während im zwei hübsche, blonde aber dralle Frauen vom Pflegedienst die Schweissperlen mit parfümierten, feuchten und kühlen Tüchern von der Stirn abtupften...... „ In den Zeiten, als ich vor etwa einem Jahr noch bei der OIF Ltd. die Konzernwelt mitgestaltete, weilte ich für mehrere Tage , dienstlich versteht sich, auf den Cayman Inseln.

Konzerninterne Nachforschungen und äh....räusper....gewisse Hilfsdienste vertrauenswürdiger Personen, verschafften mir mit Hilfe des Passworts „Goldfisch“ Zugang zu einem Banksafe.

Dabei entdeckte ich geheime Unterlagen, die sich mit einer Modifikation, einer Weiterentwicklung dieser seltsamen Gurkengeschichte eines Professors beschäftigte.

Vodkovitch war sein Name, Prof. Dr. Michail Levi Vodkovitch, von dem hast Du sicher schon einiges gehört........“

„War das nicht der Mann, den die OIF in Belgien ausfindig machen konnte und mit der Hilfe von Fachpersonal .....behutsam (augenzwincker.....) zu einem ...... räusper ...... Interview bereit war ?“, fragte der Chief Kaiser.

„Genau der“, antwortete der Scheich und berichtete weiter...... „ Der Mann sprudelte nur so vor Ideen – und Forscherdrang, er war besessen davon die Welt mit seinen Gurken- Derivaten zu beglücken.

Einer dieser Ideen war die Miniaturisierung der sogenannten S.U.P.P.E.D.O. – Maschine, angepasst an das menschliche Nervensystem, kombiniert mit geklonten Mini-Supper-Gurken, die mit dem menschlichen Gewebe eine symbiotische Wechselwirkung eingehen, ähnlich einer Flechte.

Die Problematik der gegenseitigen Verträglichkeit und die Umgehung von Abstossreaktionen war bereits erfolgreich getestet worden, lediglich an geeignetem ....äh.....Fleisch.....äh ..... Material.......räusper ......Menschen.....mangelte es laut Aussage des Professors.

Da kamen wir ins Spiel..... war doch schon seit längerem über die Frage nach geeigneten Maschinen nachgedacht worden, die schrittweise Personal in gefährlichen Bereichen ersetzen soll.....“

„Faszinierend“, entgegnete, bei einer kurzen Atempause des Scheichs, Dallewingo.

„Und nun brauche ich dich mein Freund“, antwortete der Scheich.

„Was ist dein Plan ?“, fragte Dallewingo..........

 

Der Scheich lies sich einen Koffer bringen, den man ihm in die zittrigen Hände drückte, dabei rutschte eine hellgrüne Decke mit pinkfarbenen Punkten zu Boden wodurch für einen kurzen Moment die krampfaderigen Beine des Scheichs sichtbar wurden.

Dallewingo schaute verschämt zur Seite, dennoch war er neugierig genug um zu sehen was der Scheich vielleicht aus dem Koffer hervorholte.......

Aber der Scheich tat nichts dergleichen und sagte: „Diesen Koffer wirst Du am 09. Juni 2011 in den Nachmittagsstunden in einem Gepäckfach im Bahnhofsgebäude von Maastricht abholen. Sofern es die Umstände durch G-Gas und Strahlung erlauben und der öffentliche Nahverkehr wieder funktioniert, wirst Du mit dem Bus der Linie 18 in Richtung Maasmechelen fahren.................“ – „Moment.....“ ,sagte Dallewingo, „.....ich muss mir das alles aufschreiben, ich bin auch nicht mehr der Jüngste......“.

Der „Chief Kaiser“ , nahm sein Notizbuch und seinen vergoldeten Schreibstift und notierte alles weitere, was der Scheich ihm weiteren Verlauf diktierte............

 

In der Zwischenzeit hatten Lars, Ines und Louis trotz verstärkter Suche nach ihnen, ein weiteres Versteck gefunden und sich dort eingerichtet.

In dieser Zeit reifte bei Lars der Plan, die Unterlagen und ihre Aussagen der UNO zur Verfügung zu stellen.

Weder die F.A.P.E.L. noch die OIF Ltd., oder auch die Ligthning Corp. sollten die Dokumente bekommen, zu schwerwiegend könnten die Folgen sein.

Lars glaubte dass nur in Händen der UNO ihr Wissen sicher wäre und nicht für wirtschaftliche und politische Ziele ausgenutzt werden würde.

Aber das war einfacher als getan, denn wo war die UNO ?

Und konnten sie sicher sein dass Hoheitszeichen der UNO von den gegnerischen Parteien nicht missbraucht wurden ?

Denn wie sie in der Zeit ihres unfreiwilligen Aufenthalts bei der FAPEL erfahren hatten, soll der mutmaßliche Tod eines Scheichs im letzten Jahr von OIF – Sicherheitsleuten ausgeführt worden sein, die sich als UNO – Personal verkleidet hatten.

Vorsicht war also geboten.

Zur Durchsetzung ihrer Ziele war gewissen Organisationen scheinbar jedes Mittel recht.

Lars wusste, dass bei Maasmechelen in der Zwischenzeit ein Kontingent an UNO – Mitarbeitern gesichtet wurde.

Aber auch Personal der beiden Energiekonzerne OIF Ltd und Ligthning Corp. waren bereits in der Region und waren auf der Suche nach Angehörigen der FAPEL und ..............Lars, Ines und Louis................

 

 

Die Lage zu Beginn des Sommers 2011

 

Fassen wir das bisher zugetragene Geschehen zusammen:

In einem Tal in Belgien, dort wo alles begann und welches nun eine stark verseuchte Zone ist, „bevölkert“ von einer besonderen Form von Gurken, werden seltsame Kreaturen, Artefakte, wissenschaftliche Aufzeichnungen und Geräte vermutet, die dazu beitragen könnten, die verseuchten Zonen wieder bewohnbar zu machen.

 

Es ist für die Zukunft der Welt von höchster Bedeutung, weitere Erkenntnisse über die Wirkmechanismen des G-Gases zu gewinnen. Bisher kam es aufgrund mangelnder Kapazitäten , mit Ausnahme einer idealistischen, naiven Gruppe von jungen Menschen, praktisch nicht zu Expeditionen in das Tal, allerdings scheint es dort zunehmende Aktivitäten der UNO zu geben, die sowohl die OIF Ltd. als auch die Lightning Corp. dazu veranlassen, beschleunigt der Sache auf den Grund zu gehen.

 

Die F.A.P.E.L. hatte für einen gewissen Zeitraum zwei Überlebende einer ehemals aus fünf Personen bestehenden Gruppe aufgegriffen und dazu eine weitere Person, die vor der Katastrophe in der Gegend tätig war. Diese Personen, Lars , Ines und Louis, werden von den beiden Konzernen OIF Ltd. und der Ligthning Corp. gesucht. Da die beiden Konzerne sich  in einer mehr als nur wirtschaftlichen Rivalität befinden, kann es mit hoher Wahrscheinlichkeit  in dem einst so beschaulichen Tal erneut wieder zu einem gewaltsamen Konflikt kommen.

 

Im Hintergrund spinnt ein ehemaliger hochrangiger Mitarbeiter der OIF Ltd. , der umständehalber nur „Scheich“ genannt wird, eine undurchsichtige Rollen, zumal er seit der Mitte des letzten Jahres als verstorben gilt, da er angeblich bei einem Anschlag ermordet wurde. In seinem Namen und mit besonderem Auftrag,  ist sein langjähriger Freund, „Chief Kaiser“ Dallewingo Mutanzeni, als „Strohmann“ in geheimer Mission unterwegs in das „Tal der Gurken“................

 

In der Zwischenzeit war der „Chief Kaiser“ in Maastricht angekommen.

Um nicht aufzufallen, hatte ihm der „Scheich“ geraten eine möglichst unauffällige und der Region typische Kleidung zu tragen, da nicht sicher ist, ob auch Dallewingo auf der Fandungsliste der beiden Energiekonzerne steht.

Daher fühlte er sich auch ziemlich sicher und unerkannt, als er etwas unsicher aber mit zielsicherem Gang, bekleidet in einem nahezu bodenlangen, dunkelblauen  Gewand, schwarzer Bauchbinde, und einer bordeaux – farbigen Schärpe, die mit einem grossen, rosa – farbigen Diamanten besetzt war, in Richtung der Schliessfächer lief.

Auf dem Kopf trug er eine blaue Krone, in der einen Hand trug er einem Becher mit MANGOFRUCHTEIS, welches er schon bei seinem Freund, Scheich Ibrahim Barak Ben Uwe Ibn Salad El Salam Al Jalla Ben Raschid Al Aleikum, in dessen schattigen Zelt gerne und ausgiebig lutschte. In der anderen Hand trug er ein farbiges Windrad....................

Am Schliessfach angekommen, schaute er sich um, aber konnte ausser einer Mutter mit ihrem Kind, keine auffälligen Personen entdecken. Lediglich das Kind sagte im Vorbeigehen zu seiner Mutter „Schau mal Mutti, ein Zauberer mit Eiscreme......., ich will auch ein Eis....“

Dallewingo entnahm aus dem Fach einen braunen Aktenkoffer und einen Briefumschlag und stellte den Eisbecher in das Schliessfach um wenig später den Bahnhof in Richtung Bushaltestelle zu verlassen.

An der Bushaltestelle öffnete er den Briefumschlag und rätselte über den Inhalt:

 

L152199190099192000991300

B85199920

Z0085991485190047851831852019005621851800

D99850018854799151431

L8500

D85

K151420311399143120991514000

L311819002114

D009914851900199914

D0099145699

Z998518200000

 

Kurze Zeit später fuhr ein sichtlich demolierter und schäbiger Bus in die Haltebucht, an der bereits etwa 14 Reisende auf eine Mitfahrgelegenheit warteten.

Die Türen des Busses öffneten sich ..............

 

Der Fahrer des Busses, ein etwa 30ig jähriger Mann, mit zerschlissene Hose und Sandalen an den braun-schwarzen Füssen, einem fleckigen grau-grünen T-Shirt, Dreitagebart, mit Tatoos und Ringen im rechten Ohr und einer schwarzen Sonnenbrille, machte auf Dallewingo nicht gerade den Eindruck als ob es sich hier um einen festangestellten Mitarbeiter des Öffentlichen Nahverkehrs handeln dürfte.

Zögerlich ging er in den Bus hinein und erkundigte sich nach dem Fahrpreis nach Maasmechelen.

„... 1400 Euro, einfache Fahrt“, antwortete der Busfahrer, während er einen Kaugummi mit seinen Zähnen traktierte.

„1400 Euro ? ....ist das nicht etwas viel ?“, entgegnete Dallewingo dem Busfahrer. „Laut meinen Informationen kostet die Fahrt nur 140 Euro“, sagte Dallewingo.

„Tja Mister, da sind Ihre Informationen wohl etwas falsch, 1400 Euro, ein Späschelpreis, nur für Sie, ich fahre Sie direkt hin, schnell und ohne Umwege“, antwortete der Fahrer.

„Das glaube ich Ihnen gerne“, antwortete der Chief Kaiser, währenddessen er sich den überfüllten Aschenbecher und den verdreckten Bereich um das Lenkrad ansah.

„Aber ich möchte sicher und wohlbehalten in Maasmechelen ankommen und........“ – Hey Typ, willst Du nun mitfahren oder diskutieren ? Wenn es Dir nicht passt, dann schwing Deine Füsse, aber etwas Dalli und pass auf dass Du nicht mit Deinem Fummel beim aussteigen hängen bleibst.....höhö“ - , unterbrach ihn der Busfahrer.

Dallewingo Mutanzeni überlegte kurz und stellte fest, dass er nach so langer Fahrt und einem gut gefüllten Spesenkonto die Gelegenheit nutzen sollte und bezahlte kommentarlos die 1400 Euro für eine Strecke von ca. 25 km.

Genervt erblickte Dallewingo einen freien Platz, 3 Sitzreihen hinter dem Fahrer, und setzte sich hin.

Währenddessen er durch die verdreckte Fensterscheibe blickte, entdeckte er auf der Nordseite des Platzes mehrere Gemüsestände, die von mehreren duzenden Menschen umringt waren.

Auberginen, Tomaten, Mangold, Okra, Spinat, Pilze, Hülsenfrüchte (Erbsen, Bohnen), Artischocken, Endivie, Rosenkohl, Erdfrüchte (Kartoffeln, Möhren) und ein etwas sonderbar grosses, nach Gurken aussehendes Gemüse, wurden angeboten.

Die Leute kauften jede Menge aus dem Angebot, das zusätzlich mit verschiedenen Hinweisen über den „durchweg geringen Kontaminationsgrad“ informierte.

Lediglich der Stand mit den Gurken war seltsam leer und wurde teilweise mit schnellen Schritten umgangen. Manche Leute schimpften laut mit dem Händler oder bewarfen ihn sogar mit Tomaten , Eiern oder Kartoffeln.

 

 "Ich werde wie ein Mörder behandelt, weil ich Gurken verkaufe", sagt Gurkenanbauer und ehemaliger Bürgermeister von La Primitive, Quasimodo Heino Zombi 

 

„Seltsam.......“ , dachte sich Dallewingo, während von ihm unbemerkt kurz vor der Abfahrt des Busses zwei schwarzgekleidete Männer den Bus bestiegen.

Beim bezahlen der vom Busfahrer geforderten 140 Euro für eine Fahrt nach Maasmechelen, erblickte der Busfahrer für einen kurzen Moment einen Erkennungsausweis mit einem roten Emblem darauf, mit den Abkürzungen „OIF“.........

Die beiden Männer nahmen in der Nähe von Dallewingo platz.

Beide trugen schwarze Sonnenbrillen.

Unbemerkt von den Insassen des Busses , folgte, für örtliche Verhältnisse selten, eine schwarze Limone, mit getönten Scheiben..................

 

Mittlerweile war der Bus schon ausserhalb von Maastricht, als er von der Hauptstrasse nach Links in eine schmale Seitenstrasse abbog, in der nicht überholt werden konnte.

Die schwarze Limousine fuhr immer noch mit einem Abstand von ca. 100 m hinter dem Bus her, als dieser plötzlich stoppte.

Wie auch andere Insassen des Busses, schaute Dallewingo noch vorne, um zu sehen was der Grund des Busstopps war. Doch er konnte nichts erkennen.

Aus dem Lautsprecher erklang immer noch der Musiktitel „Lithosphere“, ein Stück, die dem Duo Robert Ritch & Ian Boddy zuzuordnen ist, und ein Track der CD „React“ ist, die sichtbar auf einem Stapel weiterer CDs lag und griffbereit in der nähe des Aschenbechers positioniert war.

Da erhob sich der Busfahrer und ging langsam den Mittelgang des Busses entlang und forderte die Mitfahrer auf, die Fahrkarten vorzuzeigen. Als Chris Ph.Diva, der Busfahrer, vor den beiden Männern mit ihren schwarzen Sonnenbrillen stand, zog er seine Pistole und forderte die beiden auf, den Bus zu verlassen.

Überrascht aber zügig folgten die beiden Männer der Aufforderung von Chris und stiegen aus dem Bus.

Mit einem Grinsen bedeutete Chris den beiden, dass sie bald eine Mitfahrgelegenheit bekommen sollten und auf die schwarze Limousine achten sollten, die in sicherer Entfernung stand und deren Insassen dem Geschehen erstaunt und interessiert zuschauten.

Noch bevor der Bus seine Fahrt fortsetzte, begannen einige Mitfahrer scharfkantige Metallteile, Nägel ect. auf die Fahrbahn zu streuen, mit der Absicht von weiteren Verfolgungen einstweilen geschützt zu sein.

Chief Kaiser Dallewingo Mutanzeni staunte nicht schlecht und langsam dämmerte ihm, dass die Fahrt mit dem Bus ein Teil eines Plans war, den aber er aber so nicht in seiner Planung bedacht hatte. Zumindest wusste er nichts davon.

„Darf ich fragen mit wem ich es hier zutun habe ?“, fragte Dallewingo den Fahrer.

„Chris Popelnose, Mitglied der FAPEL“, antwortete der Fahrer mit breitem Lachen und gab Gas. Nach 30 Minuten waren sie in einem Vorort von Maasmechelen angelangt, wo sie in einem verwinkelten Hinterhof zum stehen kamen................

In der Zwischenzeit schraubten die Insassen der Limousine zusammen mit den beiden Männern mit ihren schwarzen Sonnenbrillen am Auto, da zwei Räder durch die Einwirkung scharfkantiger und spitzer Gegenstände erheblich an nötigem Luftdruck verloren, die somit eine zügige Weiterfahrt verhinderte. Im Verlauf der glücklosen Aktion entpuppten sich die Insassen der Limousine als Angehörige der „Ligthning Corp.“ ..............welch Zufall ......

 

Der Busfahrer und der Chief Kaiser wechselten in der Zwischenzeit die Fahrzeuge und begaben sich mit einem Motorrad und Seitenwagen einige Kilometer weiter zu einer Frittenbude, die trotz Gammastrahlung, EHEC, G- Gas, ADHS, Nitosamine, doppelschwerer Fettsäueren und Kartoffelkäfer, in diesem kleinen Landstrich sich hartnäckig behaupten konnten.

An der Frittenbude angekommen, standen bereits Ines, Lars und Louis, jeweils mit einer Tüte „Frikantjes“ und Ketchup davor. Der Fahrer von Dallewingo klopfte seinem Schutzbefohlenen mit den Worten auf die Schulter „ Na, bin ich mein Geld wert ?“ , zwinkerte den anderen Drei zu und surrte mit einem Fahrrad mit Elektroantrieb davon.

 

Da standen sie nun, vier Leute wie sie unterschiedlicher nicht sein konnten.

Im weiteren Verlauf einigten sie sich, mit Hilfe konspirativer Möglichkeiten, nochmals in den Wald der seltsamen Gurken zu gehen.

Einen Tag später kauerten Ines, Dallewingo und Louis auf dem Boden eines Planwagens, der von Lars gesteuert wurde, angetrieben von einem alten Porsche Allgaier Traktor, der zur Fortbewegung auch altes Frittenfett schluckte........................., dabei wurden sie von einem Fahrzeug der UNO überholt...........

 

 >>>

 

ENDE der Fortsetzung

Nachtrag, Epilog, nach der OP.

Vielen Dank für die Aufmerksamkeit...........wenn überhaupt ;-)